Literaturhauscafé

Literaturhauscafé

Restaurant & Events

Das Café und Restaurant in der Villa am Schwanenwik an der Außenalster

Entspannen an der

Aussenalster

Wer einmal in der prachtvollen Villa am Schwanenwik gespeist, eine Lesung erlebt oder auch nur das reiche Zeitungsangebot studiert hat, wird immer wieder kommen. Genießen Sie täglich Frühstücksvariationen von der Etagere, Lunch, Hamburger Spezialitäten und süße Kreationen aus unserer eigenen Hauskonditorei. Die Beletage im 1. OG bietet spätklassizistisches Flair in drei Salonvarianten: Vom Balkon der beiden Alstersalons blicken Sie auf die Außenalster. Der kunstvolle Stuck an Wänden und Decke verleiht dem Rosensalon besonderen Reiz.

Frühstück | Lunch | Dinner
Di.-So. ab 9:30 Uhr

bagu1 / photocase.de

 

Impressionen

Geschichte des Literaturhauses

1837

Dr. August Abendroth erwirbt das Gelände rund um das Gut Uhlenhorst von der Hamburger Kämmerei.

1853-58

Entstehung eines Verbindungsweges zwischen St. Georg und Uhlenhorst, des späteren Schwanenwiks.

1864-68

Abendroth teilt sein Gut in mehrere Parzellen ein, die er zum Verkauf anbietet.

1864

Der Tischler Heinrich Friedrich Christian Stuckenberg erwirbt eine dieser Parzellen am heutigen Schwanenwik.

1865

Stuckenberg teil seine Parzelle in zwei Grundstücke und verkauft sie an den Architekten Jean David Jolasse (Nr. 37) und den Maurermeister Johann Georg Friedrich Haller (Nr. 38).

1867-68

Jolasse und Haller bebauen und verkaufen ihre Grundstücke.

1868

Der Kaufmann C. N. Fraeb erwirbt Hallers klassizistische Reihenhausvilla, an deren Bau auch Jolasse als Architekt beteiligt ist.

1888

Der Verbindungsweg erhält offiziell den Namen »Schwanenwik« nachdem er bisher »An der schönen Aussicht« geheißen hatte.

1889

Weiterverkauf des Hauses an Adolph von Pein, der den Gartensaal zum Musizieren und für Feste anbauen lässt.

1896

Adolph von Pein stirbt, seine Witwe wohnt weiterhin in Schwanenwik 38.

1908

Maria Louise Wilhelmine von Pein verkauft das Haus an Dr. med. Franz Justus Krieg, der neben seinen Wohnräumen hier die Heilgymnastische Privatanstalt Dr. Krieg betreibt.

1915

Der Hauptausschuss für Körpererziehung e. V. ist Kriegs Untermieter.

1923

Der Radiologe Dr. Hermann Holthusen wohnt in Schwanenwik 38 zur Untermiete.

1924

Die Hamburger Bewegungschöre Labanschule, eine Tanzschule des Ungarn Rudolf von Laban, zieht unter der Leitung von Albrecht Knust in den Gartensaal.

1934

Lola Rogge übernimmt die Leitung der Tanzschule von Knust.

1937

Die Nationalsozialisten ordnen an, die Labanschule in Lola-Rogge-Schule umzubenennen.

1938

Krieg verkauft sein Haus an die Stadt Hamburg zur Nutzung durch ein Mädchenheim. Die Lola-Rogge-Schule muss ihre Räumlichkeiten verlassen.

1939

Das »Wohnheim für weibliche Lehrlinge, Durchgangsheim für gefährdete weibliche Jugendliche und Schutzhaftstelle für Aufgegriffene« öffnet seine Türen.

1941

Auch das Nebenhaus, Schwanenwik 37, wird nach der Enteignung der jüdischen Besitzer als Mädchenheim genutzt. Damit steigt die Kapazität der Einrichtung auf 100 Schlafplätze.

1943

Beide Häuser dienen zudem als Notunterkunft für ausgebombte Parteimitglieder.

1945

Im Mai beschlagnahmen englische Militärbehörden das Heim, geben es aber im Sommer wieder frei. Im Herbst nimmt das Durchgangsheim für Mädchen seine Arbeit auf.

1958

Haus Nr. 37 geht wieder in den Besitz der enteigneten Eigentümer aus der UdSSR über. Das Durchgangsheim konzentriert sich ab jetzt wieder auf Schwanenwik 38.

1985

Die Zeit des Mädchenheims geht nach mehr als 45 Jahren zu Ende. Die Einrichtung wird geschlossen, und ihre Bewohnerinnen werden auf die übrigen Hamburger Heime verteilt.

1987

Das Haus steht seit zwei Jahren leer und verkommt zusehends. Der Einzug des neu gegründeten Literaturhaus e.V. in die unrenovierten Räume kann das Gebäude vor weiterem Verfall bewahren. Nach Jahren der Abriegelung öffnet sich das Haus wieder für die Öffentlichkeit.

Dr. Gerd Bucerius erwirbt das Gebäude für die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und stellt es dem Literaturhaus e.V. mietfrei zur Verfügung. Zudem trägt die Stifitung große Teile der Renovierungskosten. 2,7 Mllionen DM steuert die Stadt Hamburg bei. Für den laufenden Betrieb spendet der Bremerhavener Großkaufmann Eddy Lübbert eine weitere Million DM.

1989

Am 12. September findet die feierliche Eröffnung des Literaturhauses Hamburg statt.